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Bakterien im Mund können auf die künftige Gesundheit des Gehirns hinweisen

Bakterien im Mund können mit einem erhöhten Demenzrisiko zusammenhängen, sagen Experten. Bestimmte Bakterien, die im Mund von Menschen vorkommen, können mit Veränderungen der Gehirnfunktion im Alter in Verbindung gebracht werden, sagen Experten.

Die Studie publiziert in Februar 2025 unter der Leitung der Universität Exeter, UK, hat ergeben, dass bestimmte Bakterienarten mit einem besseren Gedächtnis und einer höheren Aufmerksamkeit verbunden sind, während andere mit einer schlechten Gehirngesundheit und der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht werden.

Dr. Joanna L'Heureux, die Hauptautorin der Studie, sagte: "Wir könnten möglicherweise vorhersagen, ob jemand das Alzheimer-Gen in sich trägt, noch bevor er Probleme bekommt oder daran denkt, einen Arzt aufzusuchen, um sich diagnostizieren zu lassen.

Die Forschung befindet sich noch in einem frühen Stadium, aber die Studienleiter sagen, dass sie derzeit untersuchen, ob der Verzehr bestimmter gesunder Lebensmittel, wie nitratreiches Blattgemüse, die Gesundheit des Gehirns beeinflussen kann, indem bestimmte Bakterien gefördert werden.

Mehr als 100 Freiwillige im Alter von über 50 Jahren nahmen an der Studie teil. Koautorin Prof. Anne Corbett sagte: "Die Implikationen unserer Forschung sind weitreichend. Sie fügte hinzu: „Wenn bestimmte Bakterien die Gehirnfunktion unterstützen, während andere zu ihrer Verschlechterung beitragen, dann könnten Behandlungen, die das Gleichgewicht der Bakterien im Mund verändern, Teil einer Lösung zur Vorbeugung von Demenz sein.

Dies könnte durch Ernährungsumstellung, Probiotika, Mundhygieneroutinen oder sogar gezielte Behandlungen geschehen.

Für die Studie wurden 115 Freiwillige über 50 Jahre rekrutiert, die bereits im Rahmen eines anderen Projekts an kognitiven Tests teilgenommen hatten. Die Forscher teilten die Teilnehmer in zwei Gruppen ein: diejenigen, die keine Probleme mit nachlassender Gehirnfunktion hatten, und diejenigen, die leichte kognitive Probleme hatten. Die Teilnehmer beider Gruppen schickten Proben ihrer Mundspülung ein, die analysiert und auf Bakterienpopulationen untersucht wurden.

Im Rahmen der Studie schickten die Teilnehmer Proben ihrer Mundspülungen ein, die dann analysiert wurden. Personen, die eine hohe Anzahl der Bakteriengruppen Neisseria und Haemophilus aufwiesen, hatten ein besseres Gedächtnis, eine höhere Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, komplexe Aufgaben zu bewältigen. Bei Personen mit Gedächtnisproblemen wurden größere Mengen des Bakteriums Porphyromonas gefunden.

Die Bakteriengruppe Prevotella war dagegen mit niedrigen Nitritwerten verbunden, die bei Personen mit dem Alzheimer-Risikogen häufiger vorkamen.

Rote Bete, Blattgemüse wie Spinat, Rucola, Kopfsalat, viele Salate und eine Reduzierung des Konsums von Alkohol und stark verarbeiteten zuckerhaltigen Lebensmitteln werden empfohlen. Blattgemüse ist eine der größten natürlichen Nitratquellen.

In Zukunft könnten bei Hausarztbesuchen Mundproben gesammelt und analysiert werden, um frühzeitig festzustellen, ob eine Person einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist.

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